Chronik und astronomische Highlights 2017



Samstag
18. Febr.
19:00 Uhr

"Arktische Landschaften" -
Volkmar Voigtländer zeigt eindrucksvolle Fotos seiner Reisen in den hohen Norden

Eis, Mitternachtssonne und Polar- nacht bilden den Reiz dieser Region auf unserer Erde. Wir möchten sie mitnehmen zu einer Reise in Polar- gebiete von Kanada über Grönland und Spitzbergen bis zur skandinavi- schen  Arktis in vier Jahreszeiten.  Im Sommer Belugawale an der Nordwestpassage, Eisbären im Polarmeer und im Winter die ge- heimnisvollen Schleier der Polar- lichter am Firmament.

Volkmar Voigtländer ist Vorsitzender der Volkssternwarte München und begeisterter Natur- und Landschaftsfotograf.
2016 hielt er bereits einen Vortrag über die Großsternwarten in Chile.


(Link zu 2 größeren Fotos)


Samstag
25. Febr.
20:00 Uhr

"Kosmologie - Ursprung, Entwicklung und Zukunft des Universums"  -  ein Vortrag von Dr. Anita Winter

 
Zeitachse der Geschichte des Universums nach dem Standardmodell der Kosmologie        Hubble Space Telescope: eXtreme Deep Field (XDF)
                 (Credit: Rhys Taylor, Cardiff University)                                                                               (Credit: NASA, ESA, STSci)

Seit jeher entwickelte die Menschheit Schöpfungsgeschichten der Welt. Die Kosmologie hingegen sucht nach wissenschaftlichen Antworten auf die Fragen nach dem Ursprung und der Entwicklung des Kosmos und beschäftigt sich mit der grundlegenden Struktur des Universums.
Der Vortrag führt uns auf eine spannende Zeitreise durch den Kosmos. Zunächst betrachten wir die ersten Momente nach dem Urknall, in dem es im wahrsten Sinne heiß her geht und die klassische Physik an ihre Grenzen stößt. Doch schon bald – auf kosmischen Zeitskalen wohlgemerkt – entwickeln sich bekanntere Strukturen, die den sichtbaren Teil des Universums bestimmen. Viele Fragen, die die Beschaffenheit des heutigen Universums aufwirft, finden bei einem Blick in die Vergangenheit eine Erklärung.
Während unserer Zeitreise werden physikalische Grundlagen, wie die vier Grundkräfte, die Quantisierung der Raumzeit und die Bildung von ersten Teilchen und Atomkernen, beleuchtet. Aber auch das heutige Universum birgt einige Rätsel, und wir werfen einen kurzen Blick auf Raumzeitkrümmung, dunkle Materie und dunkle Energie.
Schließlich betrachten wir in einem Ausblick Ereignisse, die uns Hinweise auf die Zukunft des Kosmos geben und beantworten so auch die Frage nach dem Schicksal des Universums in ferner Zukunft.

Zur Vortragenden: Dr. Anita Winter (geb. Schael) besuchte das Gymnasium Geretsried und ist an der Schulsternwarte schon früh mit der Astronomie in Berührung gekommen. Nach dem Abitur (1999) studierte sie Physik an der TU München und an der University of York, UK. Sie promovierte am Royal Observatory Edinburgh, UK, über die Sternentstehung in massereichen Galaxien. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie einige Beobachtungen am Submm-Teleskop JCMT und am Infrarot-Teleskop UKIRT, Mauna Kea, Hawaii, durchgeführt. Anschließend war sie am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching in der Entwicklung optischer Systeme von Röntgenteleskopen tätig. Weiterhin gilt ihr Interesse der Amateurastronomie und der Öffentlichkeitsarbeit.

Link zu F.X. Kohlhaufs Fotos vom Vortragsabend.

Samstag
25. März

15. bundesweiter Astronomietag - eine Initiative der VdS
Motto des Astronomietags: "Sehenswertes an der Sonnenbahn"

Mit der "Sonnenbahn" ist natürlich die Ekliptik gemeint, die uns Ende März den Gefallen tut, steil am abendlichen Westhorizont aufzuragen.
Das Programm beginnt mit Merkur. Der sonnennahe Planet bietet die einzige günstige Abendsichtbarkeit in diesem Jahr und zeigt sich etwas rechts der Westrichtung in der Dämmerung.
Höher am Himmel folgt, immer entlang der Ekliptik, der rote Planet Mars - zwar kein geeignetes Fernrohrobjekt mehr, mit 1,5 mag Helligkeit für Besucher aber noch ein auffälliges Objekt.
Sobald es dunkel genug ist, können die das "Goldene Tor der Ekliptik" einrahmenden Sternhaufen Plejaden und Hyaden beobachtet werden.
Weiter geht es mit M1, dem Crabnebel im Stier, mit dem offenen Sternhaufen M35 in den Zwillingen und dem Kleinplaneten Vesta mit 7,5 mag in der Nähe von Pollux.
In Ostrichtung tritt derweil Jupiter über den Horizont.
Den Weg dorthin kann man mit der Krippe und dem offenen Sternhaufen M67 im Krebs sowie den Galaxien im Löwen überbrücken.
Der Aufgang von Saturn erfolgt um 1:45 Uhr - und um 2:00 Uhr wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt. Dann werden sich wohl auch die letzten Besucher verabschieden.




Unser Programm bei freiem Eintritt:

14:00 - 16:00 Uhr: Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung
(nur bei klarem Himmel !)
ab 15:00 Uhr: Flohmarkt in der Isartalsternwarte:
Angeboten werden kleine Teleskope, astronomische Literatur u.v.a.m. zu Schnäppchenpreisen.
Es gibt Kaffee und Kuchen und andere Getränke.
(bei jedem Wetter !)
18:45 - 19:30 Uhr: Auf dem Kreuzberg (Goritsleiten), östlich von Königsdorf-Osterhofen, bietet sich eine seltene Gelegenheit, den sonnennahen Planeten Merkur im Teleskop zu beobachten.
(nur bei klarem Himmel !)
20:00 Uhr:
Vortrag über  "unseren nächsten Stern, die Sonne, und die Sonnenbahn" von Kurt Motl
(bei jedem Wetter !)
anschließend:
Sternführung - Beobachtungen entlang der Sonnenbahn und Objekte des Frühlingshimmels
(nur bei klarem Himmel !)

Samstag
22. April
20:00 Uhr

Die Nacht der Galaxien  -  ein besonderer Beobachtungsabend

Im Frühling geht der Blick durch die großen Vereins- teleskope unvorstellbar weit in das  Universum  hinaus. Rund 50 Millionen Lichtjahre sind zum Beispiel die Galaxien des Galaxienhaufens im Sternbild Jungfrau entfernt. Hier drängen sich, wie an einer Kette aufgereiht, unterschiedlichste Formen von Galaxien im Bildfeld des leistungsfähigen 60 cm-Spiegelteleskops. Im Sternbild des Löwen, das im Frühling hoch am Südhimmel steht, zeigt sich das Leo Triplet und in den Jagdhunden die berühmte Strudelgalaxie M51.

Zur Einführung referiert Kurt Motl über das Thema
"Galaxien - Sterneninseln in den unendlichen Weiten des Weltraums"

Beginn: 20:00 Uhr - Der Vortrag findet unabhängig von den Beobachtungsbedingungen statt.
Eintritt: regulär 6,00€, ermäßigt 5,00€, Schulkinder 3,00€


Bode's Galaxie, M81, im Sternbild Großer Bär
Foto von Christoph Otawa am 60cm-Teleskop der Isartalsternwarte
Bei schönem Wetter können im Anschluss an den Vortrag mit unseren Teleskopen die fernen Galaxien und andere Himmelsobjekte und insbesondere auch der Riesenplanet Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden bestaunt werden.

Samstag
27. Mai
20:00 Uhr

"Himmelszeichen"  -  Über Halos, Regenbögen und andere atmosphärische Phänomene
ein Vortrag von Hans-Georg Schmidt

Alte Chroniken wissen so manches über "erschröckliche und wundersame Himmelszeichen" zu berichten, galten sie doch meistens als Vorboten schlimmer Ereignisse. Die moderne naturwissenschaftliche Forschung kann inzwischen die Ursachen jener atmosphärischen Phänomene weitgehend erklären, doch den Zauber einer Aurora, des "Grünen Strahls" oder eines Mondregenbogens vermochte sie nur wenig zu schmälern.

    

Bei schönem Wetter findet nach dem Vortrag eine Sternführung statt.

Samstag
15. Juli
ab
14:00 Uhr
bis
24:00 Uhr

Freier Eintritt beim Sommerfest an der Isartalsternwarte

  • Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung mit speziellen Teleskopen: Sonnenflecken, Fackeln, Protuberanzen (bei klarem Himmel)
  • Für Kinder von 7 bis 12 Jahren jeweils um 15 Uhr / 16 Uhr / 17 Uhr:
    "Basteln und Starten von Wasserraketen"
  • Kaffee und Kuchen
  • Unterhaltung oder Fachsimpeln mit Astronomiebegeisterten
  • Gegrilltes und kühle Getränke
  • Relaxen in einer wunderschönen Umgebung
  • Astro-Flohmarkt: populäre astronomische Literatur, Astrofotos u.a.m.
  • Am Abend werden die Teleskope auf die Planeten Jupiter und Saturn gerichtet. Die Milchstraße erstrahlt in voller Pracht. Das Milchstraßenzentrum kulminiert im Süden. Die Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules und Schütze sind faszinierende Objekte. Ein prachtvoller offener Sternhaufen ist der Wildentenhaufen im Sternbild Schild. Die großen Nebel und Sternentstehungsgebiete wie der Lagunennebel, der Trifid- und der Omeganebel sind weitere himmlische Reiseziele.
Starke Bewölkung ließ am Abend keine Himmelsbeobachtung mit Teleskopen zu. Freundlicheres Wetter am Nachmittag gestattete immer wieder einen klaren Blick auf unsere Sonne. Zu sehen waren zwei nebeneinanderliegende bogenförmige Protuberanzen, ein ziemlich großer Sonnenfleck und auch Fackeln.
Kinder hatten großen Spaß beim Starten ihrer gebastelten Wasserraketen. Welche flog am höchsten?

Samstag
12. Aug.
20:00 Uhr

"Die Nacht der Sternschnuppen"
Perseiden - ein Sternschnuppenstrom im August   -   Vortrag von Christian Müller

Die Perseiden sind einer der ergiebigsten Sternschnuppenströme im Himmelsjahr. In den Sommermonaten Juli, August flitzen sie in den Nachtstunden durch die Milchstraße. Zwischen dem 10. und 14. August erreicht die Schnuppendichte ihren Höhepunkt. Wer ist der Auslöser eines derartigen Himmelsphänomens und warum kommen sie immer zur gleichen Zeit? Was hat es mit dem Namen auf sich, der sie mit dem Herbststernbild Perseus in Verbindung bringt und warum nennt der Volksmund sie die Tränen des Laurentius? Was sind eigentlich Sternschnuppen physikalisch, warum leuchten sie überhaupt  und welchen grundsätzlichen Unterschied gibt es zu den Meteoriten. Der Vortrag gibt eine Einführung in das Thema des allgemein bekanntesten Sternschnuppenstroms. Bei klarem Sternenhimmel beginnt im Anschluss auf der Dachterrasse der Isartalsternwarte die gemeinsame Himmelsbeobachtung und als besonderer Hingucker in den Teleskopen, der faszinierende Ringplanet Saturn, mit seinem Riesenmond Titan. Sicherlich werden die Besucher auch mit den eindeutigen Highlights dieser Nacht beschenkt, den Perseiden!

Sternschnuppen am Tag? oder bei Bewölkung? oder bei Vollmond?

Optische Beobachtungen von Sternschnuppen (= Meteore) gelingen am besten in einer klaren, dunklen Nacht. Aber mit Hilfe von Radiowellen kann man jederzeit Meteore nachweisen. Dabei wird ausgenutzt, dass der beim Eintritt des Teilchens  in die Erdatmosphäre erzeugte Plasmaschlauch aus ionisierten Atomen und Molekülen Radiowellen reflektiert. Mit dieser Methode können auch kleinste Sternschnuppen bis zu 1 μg erfasst werden.
Dr. Martin Rothe wird nach dem Vortrag Sternschnuppen mit Hilfe von reflektierten Radiowellen hörbar und sichtbar machen.

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