Beobachtung eines Quadrantiden-Meteorsturms trotz Wolken und Regenwetters:

Wie geht das? - In meiner Funkbude! - Eine ganz andere Art der Meteor-Beobachtung.
In Frankreich steht in der Nähe von Dijon ein sehr starker UKW-Sender, der ein Signal nach oben sendet. (Das wird als Satelliten-Radar genutzt, zur Bahnbestimmung). Von diesem Sender kann man bei uns im Normalfall nichts hören. Wenn aber ein Meteor eine ionisierte Spur in der oberen Atmosphäre hinterlassen hat,  wird für einen kurzen Moment das Signal reflektiert und man kann das Signal aufnehmen. In ruhigen Zeiten höre ich etwa einmal in 10 Minuten ein „Ping“. Heute früh, zwischen 4:00 und 6:00 waren es immerhin bis zu 6 Ereignisse in einer Minute. Dabei gibt es neben kurzen „Pings“ auch längere Reflexionen bis zu 10 Sekunden Dauer, die von größeren Teilchen erzeugt wurden. Manchmal ist auch eine Dopplerverschiebung des Signals zu beobachten.

Das Foto zeigt einen „Screen Shot“ meines Empfängers, der im PC läuft: Im oberen Teil zeigt das Wasserfall-Diagramm in einem Zeitraum von zwei Minuten fünf Reflexionen, unten ist in der Ausschnittsvergrößerung ein Bereich von 10 Sekunden abgebildet. Die vertikalen Linien sind „Dauerträger“, irgendwelche andere Signale.