Veranstaltungen der Isartalsternwarte und astronomische Ereignisse



Der aktuelle Sternenhimmel und astronomische Ereignisse   (Quelle: VdS)


Zeitangaben in MEZ/MESZ für Isartalsternwarte
Aktuelle Abendsichtbarkeit der Planeten          

Dezember

an jedem
Mittwoch
und
jedem
Freitag
19:00 Uhr

+

Samstag
15. Dez.
19:00 Uhr



46P/Wirtanen

Am 12. Dezember 2018 erreicht der Komet 46P/Wirtanen den Perihel, den sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn. Nur vier Tage später, am 16. Dezember kommt der Komet der Erde besonders nahe und fliegt in nur 11,7 Mio. km, das entspricht der 30-fachen Mondentfernung, an der Erde vorbei - sozusagen vor unserer Haustür. Außerdem steht er dann fast genau gegenüber der Sonne, also in Opposition. Bessere Bedingungen für die Beobachtung eines Kometen gibt es kaum. Seine Helligkeit könnte dann 4 mag (= Größenklassen) erreichen. Damit könnte der Schweifstern an dunklen Standorten (z.B. an der Isartalsternwarte) sogar mit bloßem Auge sichtbar werden.Auf alle Fälle ist er ein hoch über dem Horizont stehender "Fernglaskomet".


© Jan Hattenbach / Cartes du Ciel (Ausschnitt)
Im Monat Dezember wandert der Komet Wirtanen sehr schnell über unseren Himmel und legt dabei einige Grad pro Tag zurück. Am 2.12. erreicht er das Sternbild Eridanus, am 11.12. den Stier. Während seiner größten Erdnähe befindet er sich zwischen den Hyaden und Plejaden im "Goldenen Tor der Ekliptik" und hoch am Abendhimmel. Der Abstand von den Plejaden beträgt nur 3° - ein Bilderbuchmotiv! Am 20.12. tritt er ins Sternbild Fuhrmann und passiert einen Tag vor Heiligabend in nur 0,5° Abstand dessen Hauptstern Capella. Der Komet wird dann zirkumpolar und steht ab 29.12. im Luchs und anschließend im westlichen Bereich des Großen Bären.

46P/Wirtanen ist ein kurzperiodischer Komet mit einer Umlaufzeit von 5,4 Jahren um die Sonne. Im Perihel kommt er der Erde sehr nahe. Er gehört zu den Kometen der Jupiter-Familie, die sich alle durch ein Aphel (sonnenfernster Punkt) von 5 bis 6 AE auszeichnen. Der Kern des Kometen besitzt einen Durchmesser von ca. ½ km und ist, bezogen auf seine Größe, deutlich aktiver als vergleichbare Kometen. Der kleine, eisige Körper wird bei Annäherung an die Sonne erwärmt und beginnt, Gase freizusetzen, ein Prozess, der als Ausgasung bezeichnet wird. Diese Ausgasung erzeugt ein Koma (sichtbare Atmosphäre), aber auch einen Schweif.
Entdeckt wurde der Komet 1948 von dem US-amerikanischen Astronomen C.A. Wirtanen. Wenn der Start der europäischen Kometensonde Rosetta nicht um ein Jahr verschoben worden wäre, wäre ihr Lander Philae auf Wirtanen, dem ursprünglich geplanten Reiseziel Rosettas, gelandet.

Bei klarem Himmel wird der Komet an allen regulären öffentlichen Beobachtungsabenden im Dezember und zusätzlich am Sonderbeobachtungsabend am Samstag, 15. Dezember, jeweils ab 19:00 Uhr ins Visier genommen.

Weitere Objekte sind der zunehmende Mond mit seinen Kratern,
Gebirgen und Mare, die am Abendhimmel sichtbaren Planeten, der rote Mars und die fernen Gasplaneten Uranus und Neptun. Aber auch die Objekte des weihnachtlichen Sternenhimmels werden unseren Besuchern näher gebracht. Last but not least wird die eine oder andere Sternschnuppe des Geminidenstroms Mitte Dezember für eine kleine Überraschung sorgen.
Ende jeweils 21:00 Uhr (bei phantastischem Himmel evtl. später).


Freitag
14. Dez.

19:00 Uhr

Die Nacht der Geminiden

Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom des Jahres. Seine Aktivität hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht und übertrifft inzwischen jene der Perseiden im August. Fallraten von mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde können gezählt werden.
Der Radiant der Geminiden liegt knapp nördlich des hellen Sterns Castor im Sternbild Zwillinge. Im Gegensatz zu anderen Sternschnuppenströmen lassen sich deshalb die Geminiden auch schon in den Abendstunden beobachten.

Zunächst werden die Teleskope auf den zunehmenden Mond mit seinen Kratern, Gebirgen und Mare gerichtet, anschließend auf die am Abendhimmel sichtbaren Planeten, den roten Mars und die fernen Gasplaneten Uranus und Neptun. Aber auch die Objekte des weihnachtlichen Sternenhimmels werden unseren Besuchern näher gebracht.

Samstag
5. Jan.

Samstag
2. Feb.

Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung

Bei klarem Himmel findet von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an der Isartalsternwarte eine Tageshimmelführung statt.
Im Vordergrund steht die Beobachtung der Sonnenaktivität mit unterschiedlichen Sonnenteleskopen. Die aktive Sonne produziert Sonnenflecken, Flares, Protuberanzen und Filamente.
Mit dem großen 60 cm-Spegelteleskop kann man auch helle Sterne oder  helle Planeten  am Tageshimmel erkennen und natürlich den Mond mit seinen Kratern
und Mare beobachten, falls er über dem Horizont steht.


Warnhinweis:   Mit Feldstechern und Teleskopen niemals ohne spezielle Filter in die Sonne sehen!   Es droht sofortige Erblindung.

Samstag
19. Jan.

20:00 Uhr

"Über Finsternisse und den Saros-Zyklus"

ein Vortrag von Kurt Motl




Foto-Collage: Dr. Martin Rothe

Montag
21. Jan

Totale Mondfinsternis für Frühaufsteher

Zeitplan der Finsternis:
Am Montagmorgen kann zu einer unchristlichen Zeit am westlichen Himmel eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. Wenn der Vollmond um 3:35 Uhr MEZ in de Der nächsten Halbschatten der Erde eintritt, wird seine Helligkeit unmerklich abnehmen. Um 4:34 Uhr tritt er in den Kernschatten ein. Der Vollmond wird nun partiell verfinstert. Die Totalität beginnt um 5:41 Uhr. Finsternismitte ist um 6:12 Uhr. Bis dahin steht der Rote Mond noch über den Baumwipfeln im Westen der Isartalsternwarte. Die totale Phase endet um 6:43 Uhr. Um 7:51 Uhr ist dann auch die partielle Phase der Mondfinsternis und damit dieses seltene und eindrucksvolle Naturschauspiel beendet. Der Mond wandert jetzt nur noch aus dem Halbschatten der Erde heraus. (Die Zeiten wurden für den Standort Isartalsternwarte berechnet.)

Totalität:
Während der ca. 1 Stunde dauernden totalen Phase befindet sich der Mond komplett im Kernschatten der Erde und sollte eigentlich völlig unsichtbar sein. Weil aber die Lufthülle der Erde die Lichtstrahlen der Sonne bricht und die Moleküle der Luft den blauen (kurzwelligen) Anteil des Sonnenlichts stärker streuen als den roten (langwelligen) Anteil, wird der Vollmond während der totalen Phase in ein tiefrotes kupferfarbenes Licht getaucht. Diese Verfärbung brachte ihm in den USA den Namen "blood moon" ein. Faszinierend und befremdlich zugleich wirkt dieses seltene Schauspiel auf den Menschen. In früheren Zeiten verhieß es Unheil und Krieg. Die Chinesen fürchteten den roten Mond und glaubten, ein Drache verschlinge den Mond. Mit viel Krach und Geschrei wurde der Drache verjagt, der wenig später den Mond wieder freigab.

Supervollmond:
Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse. Wenn der Vollmond in einer erdnahen Position der Ellipse stattfindet, ist sein scheinbarer Durchmesser um 14% größer als ein Vollmond in Erdferne und man spricht dann von einem Supervollmond. Die heutige totale Mondfinsternis fällt mit einem "Supervollmond" zusammen.




Foto: Christoph Otawa
 


Seltenes Himmelsereignis:
Die nächste totale Mondfinsternis, die wir in Deutschland in voller Länge bewundern können (wenn das Wetter mitspielt) ist erst am 20. Dezember 2029. Bis dahin finden zwar noch fünf totale Mondfinsternisse statt, aber allesamt nicht in voller Länge und sehr nah am Horizont, was für reizvolle Motive für Fotografen sorgt. Die nächste horizontnahe Mondfinsternis ist am 16. Mai 2022 ebenfalls in den frühen Morgenstunden.

Samstag
30. März

20:00 Uhr

Freier Eintritt   beim 17. Bundesweiten


Die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) widmet den Astronomietag 2019 dem Thema Lichtverschmutzung. Durch künstliche Beleuchtung wird der Nachthimmel immer heller. Freunde des gestirnten Himmels müssen sich dunkle Orte suchen. Aber auch die Naturfreunde sind besorgt, da Myriarden Insekten an den grellen Lampen verenden und Zugvögel durch künstliches Licht von ihrem Weg abgebracht werden.
Der WWF ruft an diesem Abend von 20:30 bis 21:30 Uhr zur alljährlichen "Earth Hour" auf. Eine Stunde lang werden einige Städte und Gemeinden die Beleuchtung merklich reduzieren.

Dienstag
16. Juli

Partielle Mondfinsternis


Der Vollmond geht um 21:03 Uhr MESZ auf.
Eine Stunde später, um 22:01 Uhr, tritt er in den Kernschatten der Erde ein.
Eineinhalb Stunden später, um 23:31 Uhr, erreicht er mit 66 % das Maximum der partiellen Verfinsterung.
Wiederum eineinhalb Stunden später, um genau 01:00 Uhr, wird er den Kernschatten verlassen haben.


Samstag
20. Juli

20:00 Uhr

"50 Jahre Mondlandung"
ein Vortrag von Martin Brückner


"Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."
("That's one small step for (a) man, one giant leap for mankind.")
Neil Armstrong, Apollo 11

Buzz Aldrin  

Samstag
9. Nov.

20:00 Uhr

"Über die Transite der Planeten"

ein Vortrag von Kurt Motl





Montag
11. Nov.

Merkurtransit  -  Der Götterbote passiert die Sonnenscheibe


Merkurtransit vom 9. Mai 2016                                                               © NASA, Solar and Heliospheric Observatory (Ausschnitt)

Durchgänge des innersten Planeten Merkur oder Merkurtransite sind seltene astronomische Ereignisse. Zwischen 1950 und 2050 sind in Mitteleuropa nur zehn Merkurtransite zu beobachten, davon sechs vollständige. Der nächste Merkurtransit findet am 13. November 2032 statt. Beim heutigen Merkurtransit geht die Sonne unter, während der Transit noch nicht beendet ist.

Zeitplan des Merkurtransits:
13:35:30 Uhr
13:37:11 Uhr


16:19:40 Uhr

16:42 Uhr
1. Kontakt: Merkur berührt den Sonnenrand. Sonne im SSW und 21° über dem Horizont
Durchmesser des Merkurscheibchens: 10"2. Kontakt: Merkur löst sich vom Sonnenrand und ist ein winziger dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe. Im Gegensatz zum Mond bei der Sonnenfinsternis wandert der Merkur von Ost nach West über die Sonnenscheibe, da der Planet die Erde auf der Innenbahn überholt.
Merkur erreicht den Mittelpunkt seiner Bahn vor der Sonne und ist nur 4 % des Sonnendurchmessers vom Mittelpunkt der Sonnenscheibe entfernt. Sonne im WSW und nur 3° über dem Horizont.
Sonnenuntergang und damit vorzeitiges Ende des 5 1/2 h dauernden Transits.
Zeitangaben in MEZ, berechnet für die Isartalsternwarte.

Beobachtungshinweise:
Der Merkur ist so klein, dass man ihn mit bloßen Augen nicht sehen kann. Erforderlich ist ein Teleskop, das mit einem speziellen Sonnenfilter ausgerüstet ist.
In Abhängigkeit von der Sonnenaktivität können auf der Sonnenoberfläche auch Sonnenflecken, Flares, Protuberanzen und Filamente beobachtet werden.
Warnhinweis:
Mit Feldstechern und Teleskopen niemals ohne spezielle Filter in die Sonne sehen!   Es droht sofortige Erblindung.


Das Sternwartenteam
freut sich auf
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des Planetariums
in Bad Tölz

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des Wackersberger Sternenhimmels


Für Mitglieder:

Monatstreffen (MT)
jeweils um 16:00 Uhr
in der Isartalsternwarte

Januar:
Sa, 13.01.: MT
+ DeepSkyNacht

Februar:
Sa, 03.02.: MT
Fr, 23.02.,  * Besuch Allgäuer Volksstw
Ottobeuren

März:
Sa, 03.03.: MT
Sa,10./17.03.:
Messier-Marathon

April:
Sa, 07.04.: MT
Sa, 14.04.:
Galaxiennacht

Mai:
Sa, 05.05.: MT
+ Eta-Aquariden-Nacht
Sa, 12.05.: Lebenslauf


Juni:
Sa, 02.06.: MT

Juli:
Sa, 07.07.: MT
Sa, 21.07. - 17:00: MV

August:
Sa, 04.08.: MT
Sa, 18.08. Sommerfest

September:
Sa, 01.09.: MT

Oktober:
Fr, 05.10.: * Besuch Sternwarte Oberreith
Sa, 20.10.: Besuch "ESO Supernova Planetarium", Garching

November:
Sa, 03.11.: MT
Sa, 17.11.: Leoniden-Nt

Dezember:
Sa, 01.12.: Weihn.feier

* Besuch nur bei guten Wetterbedingungen