Veranstaltungen der Isartalsternwarte und astronomische Ereignisse



Der aktuelle Sternenhimmel und astronomische Ereignisse   (Quelle: VdS)


Zeitangaben in MEZ/MESZ für Isartalsternwarte
Aktuelle Abendsichtbarkeit der Planeten       

Samstag
19. Jan.

20:00 Uhr
Vortrag

"Über Finsternisse und den SAROS-Zyklus"
ein Vortrag von Kurt Motl

Die Priesterastrologen Mesopotamiens waren bereits vor 2½ Jahrtausenden in der Lage, Finsternisse vorauszusagen. Das war für sie wichtig, um die Götter gnädig zu stimmen, denn Sonnen- und Mondfinsternisse bedeuteten vielfach Unheil. Wie schafften es die Babylonier, Assyrer und Chaldäer, den SAROS-Zyklus zu finden ohne Kenntnisse der modernen Astronomie?
Da tun wir uns heutzutage schon leichter. Im Vortrag werden die Grundlagen vermittelt, wie Sonnen- und Mondfinsternisse zustande kommen, welche komplexen Zusammenhänge es gibt und worin der SAROS-Zyklus begründet ist. Das Thema wird anschaulich aufbereitet und Erkenntnisgewinn wird garantiert.
Aktuell steht eine totale Mondfinsternis am kommenden Montag im Ereigniskalender, die letzte für längere Zeit.


Foto-Collage: Dr. Martin Rothe

Montag
21. Jan

05:00 Uhr

Totale Mondfinsternis für Frühaufsteher

Zeitplan der Finsternis:
Am Montagmorgen kann zu einer unchristlichen Zeit am westlichen Himmel eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. Wenn der Vollmond um 3:35 Uhr MEZ in den Halbschatten der Erde eintritt, wird seine Helligkeit unmerklich abnehmen. Um 4:34 Uhr tritt er in den Kernschatten ein. Der Vollmond wird nun partiell verfinstert. Die Totalität beginnt um 5:41 Uhr. Finsternismitte ist um 6:12 Uhr. Bis dahin steht der Rote Mond noch über den Baumwipfeln im Westen der Isartalsternwarte. Die totale Phase endet um 6:43 Uhr. Um 7:51 Uhr ist dann auch die partielle Phase der Mondfinsternis und damit dieses seltene und eindrucksvolle Naturschauspiel beendet. Der Mond wandert jetzt nur noch aus dem Halbschatten der Erde heraus. (Die Zeiten wurden für den Standort Isartalsternwarte berechnet.)

Totalität:
Während der ca. 1 Stunde dauernden totalen Phase befindet sich der Mond komplett im Kernschatten der Erde und sollte eigentlich völlig unsichtbar sein. Weil aber die Lufthülle der Erde die Lichtstrahlen der Sonne bricht und die Moleküle der Luft den blauen (kurzwelligen) Anteil des Sonnenlichts stärker streuen als den roten (langwelligen) Anteil, wird der Vollmond während der totalen Phase in ein tiefrotes kupferfarbenes Licht getaucht. Diese Verfärbung brachte ihm in den USA den Namen "blood moon" ein. Faszinierend und befremdlich zugleich wirkt dieses seltene Schauspiel auf den Menschen. In früheren Zeiten verhieß es Unheil und Krieg. Die Chinesen fürchteten den roten Mond und glaubten, ein Drache verschlinge den Mond. Mit viel Krach und Geschrei wurde der Drache verjagt, der wenig später den Mond wieder freigab.

Supervollmond:
Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse. Wenn der Vollmond in einer erdnahen Position der Ellipse stattfindet, ist sein scheinbarer Durchmesser um 14% größer als ein Vollmond in Erdferne und man spricht dann von einem Supervollmond. Die heutige totale Mondfinsternis fällt mit einem "Supervollmond" zusammen.

Öffnungszeiten:
Bei schönem Wetter ist die Sternwarte ab 05:00 Uhr früh geöffnet, zumindest die Dachterrasse  für die Beobachtung des total verfinsterten Mondes am Westhimmel und die Beobachtung einer auffälligen Venus-Jupiter-Konjunktion am Osthimmel. Objekte des Frühlingshimmels, z.B. Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens, können beobachtet werden, falls das im Moment noch wegen der Schneelage geschlossene Observatorium wieder in Betrieb genommen werden kann.
Sehr warme Winterbekleidung ist unbedingt erforderlich, damit die seltenen Himmelsschauspiele genossen werden können.




Foto: Christoph Otawa
 



Seltenes Himmelsereignis:

Die nächste totale Mondfinsternis, die wir in Deutschland in voller Länge bewundern können (wenn das Wetter mitspielt) ist erst am 20. Dezember 2029. Bis dahin finden zwar noch fünf totale Mondfinsternisse statt, aber allesamt nicht in voller Länge und sehr nah am Horizont, was für reizvolle Motive für Fotografen sorgt. Die nächste horizontnahe Mondfinsternis ist am 16. Mai 2022 ebenfalls in den frühen Morgenstunden.

Samstag
2. Feb.

Samstag
2. März



Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung

Bei klarem Himmel findet von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an der Isartalsternwarte eine Tageshimmelführung statt.
Im Vordergrund steht die Beobachtung der Sonnenaktivität mit unterschiedlichen Sonnenteleskopen. Die aktive Sonne produziert Sonnenflecken, Flares, Protuberanzen und Filamente.
Mit dem großen 60 cm-Spegelteleskop kann man auch helle Sterne oder  helle Planeten  am Tageshimmel erkennen und natürlich den Mond mit seinen Kratern
und Mare beobachten, falls er über dem Horizont steht.


Warnhinweis:   Mit Feldstechern und Teleskopen niemals ohne spezielle Filter in die Sonne sehen!   Es droht sofortige Erblindung.

Samstag
30. März

20:00 Uhr

Freier Eintritt   beim 17. Bundesweiten


Die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) widmet den Astronomietag 2019 dem Thema Lichtverschmutzung. Durch künstliche Beleuchtung wird der Nachthimmel immer heller. Freunde des gestirnten Himmels müssen sich dunkle Orte suchen. Aber auch die Naturfreunde sind besorgt, da Myriarden Insekten an den grellen Lampen verenden und Zugvögel durch künstliches Licht von ihrem Weg abgebracht werden.
Der WWF ruft an diesem Abend von 20:30 bis 21:30 Uhr zur alljährlichen "Earth Hour" auf. Eine Stunde lang werden einige Städte und Gemeinden die Beleuchtung merklich reduzieren.

Samstag
5. April

20:00 Uhr
Vortrag

Die Nacht der Galaxien  -  ein besonderer Beobachtungsabend mit Vortrag von Christian Müller

Im beginnenden Frühling geht der Blick durch die großen Vereinsteleskope unvorstellbar weit in das Universum hinaus. Rund 50 Millionen Lichtjahre sind zum Beispiel die Galaxien des Virgohaufens im Sternbild Jungfrau entfernt. Hier drängen sich, wie an einer Kette aufgereiht, unterschiedlichste Formen von Galaxien im Bildfeld des leistungsfähigen 60cm-Spiegelteleskops. Im Sternbild des Löwen, das im Frühling hoch am Südhimmel steht, zeigt sich das Leo Triplet und in den Jagdhunden die berühmte Strudelgalaxie M51 (s. Foto von Christoph Otawa).


Zur Einführung in die geführte Beobachtungsnacht referiert Christian Müller im Vortragsraum der Sternwarte über die lange Entdeckungsgeschichte, die Lösung des Galaxienrätsels, ihre Beschaffenheit und die aktuelle Forschung dieser faszinierenden Welteninseln im Universum.

Das Neumondwochenende garantiert einen dunklen Nachthimmel - ideal für die Galaxienbeobachtung.

Die Veranstaltung findet auch bei unsicheren Wetterbedingungen statt.
Beginn: 20:00 Uhr

Samstag
18. Mai

20:00 Uhr
Vortrag

"ALMA"  -  ein Vortrag über das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array von Martin Brückner


ALMA image of the protoplanetary disc around HL Tauri
Author: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)


Samstag
6. Juli
ab
14:00 Uhr

bei klarem
Himmel
bis
24:00 Uhr

Freier Eintritt beim Sommerfest an der Isartalsternwarte

  • Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung mit speziellen Teleskopen: Sonnenflecken, Fackeln, Protuberanzen (bei klarem Himmel)
  • Für Kinder von 7 bis 12 Jahren jeweils um 15 Uhr / 16 Uhr / 17 Uhr:
    "Basteln und Starten von Wasserraketen"
  • Kaffee und Kuchen
  • Unterhaltung oder Fachsimpeln mit Astronomiebegeisterten
  • Gegrilltes und kühle Getränke
  • Relaxen in einer wunderschönen Umgebung
  • Astro-Flohmarkt: populäre astronomische Literatur, Astrofotos u.a.m.
  • Am Abend werden die Teleskope auf die Planeten Jupiter und Saturn gerichtet. Die Milchstraße erstrahlt in voller Pracht. Das Milchstraßenzentrum kulminiert im Süden. Die Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules und Schütze sind faszinierende Objekte. Ein prachtvoller offener Sternhaufen ist der Wildentenhaufen im Sternbild Schild. Die großen Nebel und Sternentstehungsgebiete wie der Lagunennebel, der Trifid- und der Omeganebel sind weitere himmlische Reiseziele.

Dienstag
16. Juli

Partielle Mondfinsternis


Der Vollmond geht um 21:03 Uhr MESZ auf.
Eine Stunde später, um 22:01 Uhr, tritt er in den Kernschatten der Erde ein.
Eineinhalb Stunden später, um 23:31 Uhr, erreicht er mit 66 % das Maximum der partiellen Verfinsterung.
Wiederum eineinhalb Stunden später, um genau 01:00 Uhr, wird er den Kernschatten verlassen haben.


Samstag
20. Juli

20:00 Uhr
Vortrag

"50 Jahre Mondlandung"
ein Vortrag von Martin Brückner


"Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."
("That's one small step for (a) man, one giant leap for mankind.")
Neil Armstrong, Apollo 11

Buzz Aldrin  

Samstag
9. Nov.

20:00 Uhr
Vortrag

"Über die Transite der Planeten"

ein Vortrag von Kurt Motl





Montag
11. Nov.

Merkurtransit  -  Der Götterbote passiert die Sonnenscheibe


Merkurtransit vom 9. Mai 2016                                                               © NASA, Solar and Heliospheric Observatory (Ausschnitt)

Durchgänge des innersten Planeten Merkur oder Merkurtransite sind seltene astronomische Ereignisse. Zwischen 1950 und 2050 sind in Mitteleuropa nur zehn Merkurtransite zu beobachten, davon sechs vollständige. Der nächste Merkurtransit findet am 13. November 2032 statt. Beim heutigen Merkurtransit geht die Sonne unter, während der Transit noch nicht beendet ist.

Zeitplan des Merkurtransits:
13:35:30 Uhr 1. Kontakt: Merkur berührt den Sonnenrand. Sonne im SSW und 21° über dem Horizont.
13:37:11 Uhr 2. Kontakt: Merkur löst sich vom Sonnenrand und ist ein winziger dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe.
Durchmesser des Merkurscheibchens: 10"
Der Merkur wandert von Ost nach West über die Sonnenscheibe, da der Planet die Erde auf der Innenbahn überholt. (Im Gegensatz dazu wandert der Mond bei der Sonnenfinsternis von West nach Ost über die Sonnenscheibe.)
16:19:40 Uhr Merkur erreicht den Mittelpunkt seiner Bahn vor der Sonne und ist nur 4 % des Sonnendurchmessers vom Mittelpunkt der Sonnenscheibe entfernt. Sonne im WSW und nur 3° über dem Horizont.
16:42 Uhr Sonnenuntergang und damit vorzeitiges Ende des 5 1/2 h dauernden Transits.
Zeitangaben in MEZ, berechnet für die Isartalsternwarte.

Beobachtungshinweise:
Der Merkur ist so klein, dass man ihn mit bloßen Augen nicht sehen kann. Erforderlich ist ein Teleskop, das mit einem speziellen Sonnenfilter ausgerüstet ist.
In Abhängigkeit von der Sonnenaktivität können auf der Sonnenoberfläche auch Sonnenflecken, Flares, Protuberanzen und Filamente beobachtet werden.
Warnhinweis:
Mit Feldstechern und Teleskopen niemals ohne spezielle Filter in die Sonne sehen!   Es droht sofortige Erblindung.


Das Sternwartenteam
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des Planetariums
in Bad Tölz

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des Wackersberger Sternenhimmels


Für Mitglieder:

Monatstreffen (MT)
jeweils um 16:00 Uhr
in der Isartalsternwarte

Januar:
Sa, 12..01.: MT

Februar:
Sa, 02.02.: MT

März:
Sa, 02.03.: MT
Sa, 09.03.: *Messier-M.

April:
Sa, 06.04.: MT

Mai:
Fr/Sa, 03./04.Mai:
   *Edelweißspitze
Sa, 11.05.: Lebenslauf

Juni:
Sa, 01.06.: MT
Sa, 29.06.: MV

Juli:
Sa, 06.07.: MT
+ Sommerfest

August:
Sa, 03.08.: MT
Sa, 10.08.: ESO Supernova Planetarium

September:
Sa, 14.09.: MT

Oktober:
Fr, 04.10.: *Ottobeuren
Sa, 05.10.: MT

November:
Sa, 09.11.: MT

Dezember:
Sa, 07.12.: Weihn.feier

* Besuch nur bei guten Wetterbedingungen