Veranstaltungen der Isartalsternwarte und astronomische Ereignisse




Der aktuelle Sternenhimmel und astronomische Ereignisse   (Quelle: VdS)


Zeitangaben in MEZ/MESZ für Isartalsternwarte
Aktuelle Abendsichtbarkeit der Planeten        

Mittwoch
13. Dez.

20:00 Uhr

"Die Geminiden - Sternschnuppenregen im Advent"   ein Vortrag von Christian Müller

Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom des Jahres. Seine Aktivität hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht und übertrifft inzwischen jene der Perseiden im August. Das Maximum ist für die Nacht vom 13. auf 14. Dez. angekündigt. Fallraten von mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde werden erwartet.

Da das Geminiden-Maximum 2017 mit der Rückkehr seines Verursachers, des Asteroiden 3200 Phaethon, zusammenfällt, könnte 2017 ein phantastisches Geminiden-Jahr werden.
In der Nacht des Maximums wird Phaethon seine Bahn durch das benachbarte Sternbild Perseus ziehen. Ein paar Tage später, am 16. Dez.  24:00 Uhr, kreuzt der 5 km große Asteroid die Erdbahn in einer Entfernung von nur 26 Mondabständen.

Der Radiant der Geminiden liegt knapp nördlich des hellen Sterns Castor im Sternbild Zwillinge. Im Gegensatz zu anderen Sternschnuppenströmen lassen sich deshalb die Geminiden auch schon in den Abendstunden beobachten.

Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Geminiden über dem chines. Observatorium Xinglong
Bei klarem Himmel ab 19:00 Uhr und nach dem Vortrag:

Ausschau halten nach den Geminiden

Der Mond stört in diesem Jahr nicht - ideal, um sie zahlreich beobachten zu können. Auch die Objekte des weihnachtlichen Sternenhimmels werden unseren Besuchern näher gebracht, sofern der Himmel klar ist.
Wichtig: warme Bekleidung und warmes Schuhwerk.

Freitag
05. Jan.
2018

20:00 Uhr

"Der Stern von Bethlehem"
ein Vortrag von Hans-Georg Schmidt













"Anbetung der Heiligen Drei Könige"
von Giotto di Bondone (um 1305)

Über dem Stall in Bethlehem ist der Weihnachtsstern zum ersten Mal als Komet dargestellt, nachdem im Jahr 1301 ein Komet eindrucksvoll in Erscheinung getreten ist. Neben dem Teppich von Bayeux ist dies vermutlich eine der frühesten Abbildungen des Halleyschen Kometen, was sich aber erst im 18. Jh. herausgestellt hat.


Freitag
12. Jan.

19:00 Uhr

Der Sternenhimmel im Januar

Zu Beginn des Beobachtungsabends erklärt Kurt Motl im Vortragsraum den Sternenhimmel im Januar mit den am Himmel beobachtbaren Objekten. (Mond und Planeten. Himmelsobjekte, die die Stationen eines Sternenlebens zeigen. Milchstraße, Kugelsternhaufen und Galaxien)

Samstag
13. Jan.

Tageshimmelführung mit Sonnenbeobachtung

Bei klarem Himmel findet von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an der Isartalsternwarte eine Tageshimmelführung statt.
Im Vordergrund steht die Beobachtung der Sonnenaktivität mit unterschiedlichen Sonnenteleskopen. Die aktive Sonne produziert Sonnenflecken, Flares, Protuberanzen und Filamente.
Mit dem großen 60 cm-Spegelteleskop kann man auch helle Sterne oder  helle Planeten  am Tageshimmel erkennen und natürlich den Mond mit seinen Kratern
und Mare beobachten, falls er über dem Horizont steht.

Warnhinweis:
Mit Feldstechern und Teleskopen niemals ohne entsprechende Filter in die Sonne sehen!   Es droht sofortige Erblindung.

Samstag
24. März
2018

20:00 Uhr
bis
24:00 Uhr

16. Bundesweiter Astronomietag
Motto:   "Das geheime Leben der Sterne"

Der abendliche Sternenhimmel bietet zahlreiche Himmelsobjekte, an denen man den Werdegang der Sterne nachvollziehen kann:
Die "Geburt" von Sternen aus Gas und Staub z. B. im berühmten Orionnebel. Offene Sternhaufen sind "Sternenkindergärten". Als Beispiel seien die Plejaden im Stier genannt, die man bereits mit bloßem Auge wahrnehmen kann. "Erwachsene" Sterne unterscheiden sich durch ihre Temperaturen, was man z. B. an dem rötlichen Stern Beteigeuze und dem bläulich-weißen Stern Rigel, beide im Orion, leicht erkennt. Selbst das "finale Stadium" eines Sterns kann man im Teleskop sehen: Der Eskimonebel in den Zwillingen ist ein Vertreter der Planetarischen Nebel mit einem Weißen Zwerg im Zentrum und der Krebsnebel im Stier ist das Ergebnis einer Supernova-Explosion eines massereichen Sterns.

Die "lange Nacht der Sterne" wird eröffnet vom Abendstern Venus. Zudem steht der zunehmende Mond am Himmel, auf dem eine Wanderung entlang des Mondterminators immer wieder fasziniert.


Freitag
27. Juli
2018

20:00 Uhr
bis
00:20 Uhr

Totale Mondfinsternis und Marsopposition

Der 27. Juli beschert den astronomisch Interessierten gleich zwei Ereignisse, bei deren Beschreibung man zu Superlativen greifen kann:

Die Totale Mondfinsternis ist mit einer Dauer von 103 Minuten die längste totale MoFi des 21. Jahrhunderts. Der Grund liegt darin, dass der Mittelpunkt des Mondes sehr nahe am Mittelpunkt des Kernschattens der Erde vorbeizieht (siehe Grafik). Der Mond geht um 20:48 Uhr auf zu einem Zeitpunkt, an dem er bereits zu ungefähr 50 % partiell verfinstert ist. Ein paar Minuten später geht die Sonne unter. Während der totalen Phase von 21:30 Uhr bis 23:13 Uhr kann man das Schauspiel des "Blutmondes" in voller Länge am Abendhimmel genießen.





Marsoppositionen unterscheiden sich aufgrund der sehr verschiedenen Abstände des roten Planeten Mars von der Erde. Dies ist eine Folge der erheblichen Exzentrizität seiner Bahnellipse. Weil die aktuelle Marsopposition in der Nähe seines Perihels (sonnennächster Punkt) stattfindet, beträgt der Abstand weniger als 60 Mio. km. Bei dieser günstigen Konstellation erreicht der Mars mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,8 mag fast seinen Maximalwert und stellt sogar den größten Planeten Jupiter in den Schatten. Das Marsscheibchen wird dann im Teleskop so groß erscheinen wie der Saturn ohne Ring.
Es ist natürlich ein seltener Zufall, dass diese beiden Ereignisse am selben Tag stattfinden und uns ein bemwerkenswertes Himmelsschauspiel bescheren. Der rote Mars befindet sich rund 6° unterhalb des roten Mondes, da ja beide Himmelskörper gleichzeitig in Oppositon stehen. Fotografen werden sich diese Szene, die sich nahe des Horizonts in der Abenddämmerung abspielt, nicht entgehen lassen. Dieser Freitagabend mit der Jahrhundert-Mondfinsternis und einer der besten Marsoppositionen hat das Zeug, als Sternstunde in die Chronik der Isartalsternwarte einzugehen.




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